Religionen und Weltanschauungen - Berufliche Schulen
RAAbits Religion und Werte - Unterrichtseinheit
Kritik an Religionen ist kein modernes Phänomen. Schon in der Antike gab es Menschen, die sich an Religionen und ihren Konzepten stören. In dieser Reihe begeben sich die Schülerinnen und Schüler auf die Suche nach den Gründen für diese Kritik. Dabei analysieren sie konkrete Kritikpunkte und prüfen, ob diese gerechtfertigt sind. So entwickeln sie ihren eigenen Standpunkt und sind in der Lage, mögliche Kritik an Religion begründet zu äußern.
Die Unterrichtseinheit ist bewusst so ausgerichtet, dass wenig Vorwissen über Religionen benötigt wird. Auf den Materialien, wo Vorwissen benötigt wird, wird dieses durch entsprechende Recherchen vorab gesichert. Das betrifft die griechische Götterwelt (M 2), die Situation der Arbeiter im 19. Jahrhundert (M 7) und Wissen über das Konzentrationslager Auschwitz (M 8).
Inhalte der Unterrichtsreihe:
- Religionskritik – Was ist das eigentlich?
- Religionskritik zwischen Glauben und Atheismus
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Glaube und Vernunft – Gottesbilder und Religionskritik
- Epikur, Laktanz und die Frage nach dem Leid
- David Hume und seine Geschichte der Religion
- Immanuel Kant – Vernunft und Glaube
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Gott – Eine Erfindung der Menschen?
- Ludwig Feuerbach – Der Mensch glaubt Götter
- Karl Marx – Religion ist Opium für das Volk
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Religionskritik aus tiefem Glauben heraus
- Dorothee Sölle – Gott von Auschwitz gedacht
- Eugen Drewermann und sein Verhältnis zur Religion
- Religionskritik heute
- Religionskritik – Was ist erlaubt?
- Das habe ich gelernt – Vorschlag für eine Lernkontrolle
Zum Ende der Einheit setzen sich die Lernenden kritisch mit den Grenzen von Religionskritik auseinander und können abschließend ihre neu erworbenen Kompetenzen anwenden.
Kompetenzen:
- Religionskritische Positionen inhaltlich erfassen und wiedergeben;
- einen eigenen Standpunkt begründet vertreten;
- den eigenen Glauben reflektiert betrachten;
- Grenzen der Religionskritik abwägen
Diese Einheit ist für den Einsatz an beruflichen Schulen vorgesehen. Daher ist von einer sehr heterogenen Lerngruppe mit stark unterschiedlicher religiöser Sozialisation auszugehen. Konkret wird das Thema Religionskritik beispielsweise im evangelischen Lehrplan für Berufsschulen in Hessen im Lernbereich 4 gefordert. In den meisten Lehrplänen lässt sich das Thema nicht explizit finden, jedoch die Kompetenz der Reflexion der eigenen Weltanschauung gefordert. Diese wird durch die Auseinandersetzung mit Religionskritik in besonderem Maß geschult.
Dauer: ca. 6 Unterrichtsstunden je nach Auswahl der Materialien und Methoden