Verantwortlich handeln in Beruf und Gesellschaft - Berufliche Schulen
RAAbits Religion und Werte - Unterrichtseinheit
Die vorliegende Unterrichtseinheit zeigt den Lernenden anhand praxisnaher und lebensweltbezogener Beispiele, wie Inklusion in Schule, Gemeinde und Beruf funktionieren kann und wo sie auf Herausforderungen stößt. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren kritisch, wie Diskriminierung, Mobbing und Ausgrenzung dem Menschenrecht auf Inklusion immer noch im Wege stehen, und entwickeln eine Checkliste für ein inklusives Gemeindefest.
Die Unterrichtseinheit ist konzipiert für die Berufsschule und Berufsfachschule für den Jahrgang 12/13. Sie fokussiert den „Lernbereich 2 des bayrischen Kernlehrplans für das Fach Evangelische Religionslehre: Leben in Beziehung – Partnerschaft und Familie“ (S. 28), den „Lernbereich 3: Die Frage nach Gott – Sichtweisen auf die Welt“ (S. 29), den „Lernbereich 4: Die Frage nach dem Menschen – Frieden und Gerechtigkeit“ (S. 30) und den „Lernbereich 5: Die Frage nach dem Sinn – Orientierung im Leben“ (S. 31).
Inhalte der Unterrichtsreihe:
- Inklusion, Exklusion, Integration – Wichtige Begriffe zum Thema unterscheiden
- Was bedeutet Inklusion? – Eine Mindmap erarbeiten
- UN-Behindertenrechtskonvention und Gleichbehandlungsgesetz – Rechtliche Grundlagen für Inklusion
- Inklusive Maßnahmen
- Ist Inklusion zu aufwendig? – Voraussetzungen für eine gerechte Gesellschaft
- Caritas und Diakonie
- Amnesty International
- Ein inklusives Gemeindefest planen
-
Wundergeschichten in der Bibel
- Die Heilung eines Blinden bei Jericho (Mk 10, 46-52)
- Der barmherzige Samariter (Lk 10, 25-37)
- Abschließende Diskussionsrunde
- Vergleich der Bibelstellen und Diskussionsrunde
Diese Unterrichtsreihe nimmt Inklusion als gemeinsames Entwicklungsziel in den Blick: Sie klärt Grundlagen, macht unterschiedliche Perspektiven sichtbar und unterstützt Sie als Lehrperson dabei, konkrete Wege zu einem Unterricht zu finden, der Vielfalt nicht nur berücksichtigt, sondern als Stärke nutzt. Die Schülerinnen und Schüler lernen, sich in die Situation von Menschen, die eine körperliche oder kognitive Beeinträchtigung haben, hineinzuversetzen. Dabei stärken sie die Fähigkeit, mit Vielfalt respektvoll umzugehen, und entwickeln ein Bewusstsein für Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und Gerechtigkeit. Gleichzeitig erfolgt eine Werte- und Normenvermittlung, indem die Lernenden überlegen, wie ein faires, gemeinschaftliches Miteinander in der Schule, auf der Arbeit, im Alltag und bei gesellschaftlichen Anlässen gelingen kann. Die Jugendlichen lernen, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen und (physische oder gedankliche) Barrieren im Alltag wahrzunehmen.
Dauer: ca. 9 Unterrichtsstunden je nach Auswahl der Materialien und Methoden