Plastik
RAAbits Kunst, Klassen 10 / 11 / 12 / 13
Diese Unterrichtseinheit positioniert sich auf der Schnittstelle von individualisierter Entfaltung einerseits und einer Reflexion der eigenen Individualität unter dem Einfluss eines ästhetisch geprägten Umfelds andererseits.
Es gibt Kunstwerke, bei deren Betrachtung bekommen wir Gänsehaut, ein komisches Gefühl im Mund oder ein Kribbeln im Körper. Die Materialien, die Farben oder die Oberflächen sind so evokativ gestaltet, dass unsere Sinne angesprochen werden und ein intensives, über das reine Sehen hinausreichendes Erleben des Kunstwerks stattfindet. Die Arbeiten von Alina Szapocznikow gehören in diese Kategorie von Kunst.
In unserer heutigen, von Social Media geprägten Welt, in der Themen wie „Bodysensitivity“, „Bodyshaming“ sowie die ständige Optimierung unserer Körper Dauerbrenner sind, wirken die Arbeiten von Szapocznikow ausgesprochen aktuell.
Im Zentrum ihrer Werke steht der menschliche Körper, häufig ihr eigener. Wir als Betrachter erkennen uns darin wieder und sind gefordert, unsere Vorstellungen von „ästhetisch“ bzw. „schön“ sowie die Unterscheidung zwischen „persönlich“ und „öffentlich“ und zwischen „Gebrauchsgegenstand“ und „Kunstobjekt“ neu zu definieren. Szapocznikows Arbeiten sind dabei aber nicht ohne Humor und zeigen auch eine Freude am Spiel mit dem Material.
Diese Unterrichtseinheit ermutigt die Schülerinnen und Schüler, ihre eigenen Vorstellungen von Körperbildern zu hinterfragen und eigene Ideen in surrealen Tonobjekten umzusetzen.
Kompetenzen:
- Kunstgeschichtliche Epochen, Künstlerinnen und Künstler kennen;
- Kunstwerke betrachten und analysieren;
- Fachwissen erwerben und anwenden;
- grafische und plastische Verfahren kennen und anwenden;
- Kommunizieren und Kooperieren
Themen:
- Kunstgeschichte des 20. Jh.s,
- Bildhauerin Alina Szapocznikow,
- Werkbetrachtung,
- Zeichnen,
- plastisches Gestalten
Dauer: ca. 16-18 Unterrichtsstunden je nach Auswahl der Materialien und Methoden