Problemfelder der Moral - Verbrechen und Strafe
RAAbits Ethik/Philosophie Oberstufe Klassen 11/12
Prävention, Abschreckung oder Vergeltung: Welche Zwecke verfolgen Strafen? Wann empfinden wir eine Strafe als ausgewogen und gerecht? Helfen Strafen, Verbrechen zu verhindern? Regelmäßig wirft unser Strafrecht Kontroversen auf, deren Wurzeln zum Teil bis in die Zeit der Aufklärung zurückreichen. In dieser Unterrichtsreihe (Ethik / Philosophie Klassen 11/12) werden reale Fallbeispiele und die darüber gefällten Urteile und verhängten Strafen analysiert. Herausgearbeitet werden Paradigmenwechsel in Bezug auf die Zwecke von Strafen. Die Lernenden prüfen die Stimmigkeit der erarbeiteten Straftheorien und positionieren sich begründet.
Ein Schwerpunkt der Reihe liegt auf der Todesstrafe. Verbunden mit einem Exkurs in das Zeitalter der Aufklärung, erarbeiten und diskutieren die Jugendlichen Geschichte, Begründung und Anwendungsarten der Todesstrafe. Zum Abschluss entwickeln die Lernenden Handlungsalternativen, um das Strafrecht künftig zu verbessern.
Themen / Inhalt:
- Rechtsphilosophie,
- Recht,
- Gerechtigkeit,
- Staat, Freiheit
Kompetenzen:
- unterschiedliche Ansätze zur Begründung von Eingriffen in die Freiheitsrechte der Bürgerinnen und Bürger in ihren Grundgedanken erarbeiten und voneinander abgrenzen;
- die Tragfähigkeit rechtsphilosophischer Ansätze zur Orientierung in gegenwärtigen gesellschaftlichen Problemlagen bewerten
Dauer: ca. 12 Unterrichtsstunden + Lernerfolgskontrolle (Klasusur) ca. 2 Stunden
Im Fokus dieser Unterrichtsreihe steht die Kriminal- bzw. Rechtsstrafe, nicht die Erziehungsstrafe. Ausgehend von der individuellen Perspektive der Lernenden werden unterschiedliche Strafzwecke sowie deren Gewichtung innerhalb unseres Rechtssystems reflektiert. Zu wahren ist dabei immer die Angemessenheit des Diskurses. Die Lernenden prüfen die Stimmigkeit philosophischer Ansätze, hier der zu erörternden Straftheorien. Sie positionieren sich begründet.
Diese Einheit ordnet sich ein in das zweite Halbjahr der Einführungsphase in der gymnasialen Oberstufe. Sie gliedert sich in das Inhaltsfeld „Der Mensch und sein Handeln“ und legt inhaltlich einen Schwerpunkt auf die Frage nach „Umfang und Grenzen staatlichen Handelns“