Natur als Gegenstand und Medium menschlicher Kommunikation
RAAbits Deutsch/Sprache, Klassen 11, 12 und 13
Diese Unterrichtseinheit für die Oberstufe, deren Kern ein Lernzirkel ist, thematisiert die Aspekte Sprachgebrauch und Sprachreflexion.
Die Schülerinnen und Schüler wiederholen bzw. vertiefen dabei nicht nur wichtige Fachbegriffe und ihr Wissen zu den Leistungen sprachlicher Strukturen, sondern erweitern auch ihr Sprachbewusstsein und ihr Weltwissen.
Inhaltlich kreisen die Arbeitsblätter um die durch den Menschen gestaltete Natur und das Verhältnis des Menschen zur Natur, wie es z. B. in Gärten und Parks deutlich wird. Bei einigen Materialien wird bewusst die Originalschreibweise verwendet, um auch auf den Aspekt des Sprach- und Medienwandels innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums von ca. 300 Jahren zu verweisen.
Die Schülerinnen und Schüler haben so die Möglichkeit, auch kulturgeschichtlich bedeutsames Wissen zu erwerben, das sich auch bei der Analyse und Interpretation von Literatur nutzen lässt. Garten und Park werden dabei als eine multimediale Erscheinung verstanden, also als System, das mehrere Medientypen aufweist.
Inhalt:
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Einführung in das Thema und Organisation des Lernzirkel
- Garten, Park, Anlage – Wortfelder und Komposita
- Materialien und Arbeitsaufträge – Organisation des Lernzirkels
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Arbeit im Lernzirkel:
- Miss Montagu lässt Blumen sprechen – Funktion von Zeichen und Emojis
- Warum heißt die Nelke auf Französisch „fleur d’œillet“? – Etymologie und Metaphern
- Wie man (nicht) kommunizieren soll – Mentale Repräsentation und ihre Wirkung
- Einen kleinen Text übersetzen – Rhetorische Stilmittel nutzen
- Stimmungsvoll schreiben – Romantiker und Influencer
- Adam verteilt Namen – Namenssprache und begriffliche Zwischenschicht
- Durch Statuen und Gebäude sprechen – Symbole und Bedeutungswandel
- Es kommt darauf an, wo es steht – Kontext und Konnotation
- Die Palme als Symbol – Im 19. Jahrhundert geschätzt, im Dritten Reich verdammt
- Die Pagode im Park – Etymologie und Bedeutungswandel
- In einem verbotenen Garten – Thema-Rhema und die (fehlende) Kohärenz
- Gärtner und Lehrkräfte – Metaphern und Framing in der Erziehung
- Die Natur als Buch – Vorstellungen aus dem Barock
- Zeichensprache für Jahrtausende – Auf dem Weg zu einer nuklearen Semiotik
- Inhalte der Unterrichtseinheit Wiederholen und Prüfen
Dauer: ca. 8 Stunden je nach Auswahl der Materialien und Methoden
Sprachkompetenz ist eine Kompetenz, die in vielen Bildungsplänen an erster Stelle genannt wird. Sie ist Grundlage für Sozial- und Handlungskompetenz. Dabei kommt der Sprachreflexion eine große Rolle zu. So heißt es z. B. im Bildungsplan Baden-Württemberg für Gymnasien: „Sprach-, Textund Medienkompetenz setzen ein hohes Maß an sprachlichem Bewusstsein voraus. Dieses wird vor allem durch die Reflexion über eigenen und fremden Sprachgebrauch, durch die Einsicht in den Systemcharakter der Sprache und durch den Erwerb von Sprachwissen gebildet. […] Der Weg führt deshalb von der Sprachverwendung in eigenen oder fremden Texten über die systematische Reflexion zurück zum Sprachhandeln.“ (dort S. 78) Die vorliegende Einheit ermöglicht Sprachreflexion, um das Sprachhandeln zu optimieren.