Ausgearbeitete Materialien und Kopiervorlagen
Reflexion von Konsumentscheidungen
Wünsche, Bedürfnisse und Kaufentscheidungen lassen sich gezielt beeinflussen. Dies ist inzwischen vielfältig nachgewiesen. Die Wirkung von Werbung und Lockangeboten, Grifflücken in Regalen, Verkaufsgondeln in Kassennähe, Hintergrundmusik in Supermärkten und anderen kaufentscheidenden Manipulationen sind fast jedem bekannt. Und doch lassen wir uns in unseren Wünschen, Bedürfnissen und schließlich Konsumentscheidungen führen, ja verführen, und ärgern uns später, wenn sich herausstellt, dass der Kauf eher sinnlos und zufällig erfolgte.
Somit soll es bei der vorliegenden Unterrichtseinheit nicht nur um die Aufdeckung manipulativer Beeinflussung gehen, sondern letztlich um ein reflektiertes Konsumverhalten. Dazu ist es notwendig, seine Wünsche genau zu beschreiben und zu prüfen. Die Bedürfnisse gilt es klar zu analysieren und die Konsumentscheidung nochmals zu überdenken.
Je nach Jahrgangsstufe stößt die Lehrkraft mit dieser Thematik auf eine unterschiedliche Bereitschaft. Älteren Schülern wird es eher gelingen, Wünsche und Bedürfnisse zu hinterfragen und Konsumentscheidungen zu reflektieren. Jüngere Schüler reagieren hier zuweilen noch sehr oberflächlich und emotional. Die Distanz zum eigenen Handeln muss erst wachsen
In einem ersten Zugang muss es deshalb darum gehen, diese Tendenzen aufzudecken. Daneben wird über Wünsche und Bedürfnisse als etwas Selbstverständliches im menschlichen Leben informiert (Bedürfnispyramide nach Maslow), ebenso über die Notwendigkeit des Konsums und eines angemessenen Konsumverhaltens. Die Aufdeckung des Zusammenhangs von Wunsch, Bedürfnis und Konsum hat einerseits den emanzipierten kritischen Verbraucher im Blick, andererseits aber auch den selbstbewusst und verantwortlich entscheidenden Menschen.