Laufen - Hürden - Hürdensprint
RAAbits Sport, Sek I, Klassen 7, 8 und 9, Anfängerinnen und Anfänger
In dieser Unterrichtseinheit erfahren und erproben die Schülerinnen und Schüler eine altersgerechte Hürdentechnik (Hürdensprint), um die Hürden schnellstmöglich zu überqueren. Neben der Schulung einer ganzheitlichen Technik durch die rhythmusorientierte Methode haben die Lernenden die Möglichkeit, ihren Leistungsstand durch unterschiedliche Sozialformen zu reflektieren und zu verbessern.
Die Zwischenreflexionen und kognitiven Phasen sind für die Durchführung der Unterrichtseinheit unabdingbar. Die Verknüpfung von einem motorischen und einem kognitiven Problem verdeutlicht den Schülerinnen und Schülern nicht nur die Sinnhaftigkeit des Stundeninhalts, sondern regt auch deren Motivation an und bildet sie zu Expertinnen und Experten aus.
Kompetenzen und Themen:
- Leichtathletik,
- Hürdenlauf,
- Hürdensprint
- Sprint
- Bewegungsstrukturen erlernen und erweitern,
- Leistung reflektieren und anpassen
Dauer der Unterrichtseinheit: ca. 6 Doppelstunden
Die Unterrichtseinheit zeichnet sich durch eine starke Orientierung an den Schülerinnen und Schülern aus. Hierbei wechseln sich deduktive und induktive Sequenzen ab, wobei sie gegen Ende immer induktiver werden. Da induktive Lernansätze stark mit der individuellen Motivation der Schülerinnen und Schüler verbunden sind, werden alle bei ihrem individuellen Leistungsstand abgeholt. Um dies gewährleisten zu können, sind Transparenz, Problemorientierung, klare Arbeitsaufträge (ggf. Arbeitsblätter) sowie Zwischenreflexionen essenziell. Bei der Vermittlung der Hürdentechnik wird daher auf eine besondere Form des Stationenbetriebs zurückgegriffen: die Gamification.
Dabei erarbeiten die Lernenden neben dem Zusammenhang von Laufgeschwindigkeit, Höhe und Rhythmus (siehe Einzelstunde 5) auch den Einfluss der Technik auf die Hürdenüberquerung (siehe Doppelstunde 6) in einem Levelbetrieb. Im Sinne der individuellen Leistungsförderung haben die Schülerinnen und Schüler in dieser Form des Stationenbetriebs die Möglichkeit, ihre Hürdentechnik zu erweitern und zu verbessern.
Durch klare Bewegungsaufgaben und feste Kriterien, wann ein Level als erfolgreich bestanden gilt, erhalten die Lernenden eine direkte Rückmeldung zu den jeweiligen Technikaspekten der Hürdenüberquerung. Zudem können sie individuell, selbstständig und in ihrem eigenen Lerntempo an den unterschiedlichen Technikmerkmalen arbeiten.
Der Lernprozess der Schülerinnen und Schüler wird durch eine Vielzahl an Bewegungsbildern unterstützt, sodass eine Idee der Zielbewegung entsteht. Außerdem gibt es die Möglichkeit, in den Leveln zurückzugehen, um bestimmte Technikmerkmale nochmals zu intensivieren. Für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler gibt es neben der Möglichkeit, einen gesamten Hürdensprint inklusive der Startform zu absolvieren, die Option, das Nachziehbein aktiver in ihre Technik zu integrieren.