Internationale Wirtschaftsbeziehungen - Was ist besser für den europäischen Binnenmarkt - Freihandel oder Protektionismus?
RAAbits Wirtschaft SEK II, Klassen 11, 12 und 13
Die EU-Kommission hat seit Ende Oktober 2024 Importzölle auf Elektroautos aus China erhoben, um staatliche Subventionen Chinas auszugleichen. In dieser Unterrichtseinheit erarbeiten sich die Lernenden die Grundbegriffe „Freihandel“ und „Protektionismus“ anhand von realen Beispielen. Anschließend werten sie im Rahmen eines Partnerpuzzles Statistiken bezüglich der wirtschaftlichen Verflechtung von Deutschland und China aus. Sie analysieren die Handelsabhängigkeit der EU von China und diskutieren, wie diese verringert werden kann. Eine Podiumsdiskussion und ein Klausurvorschlag helfen, das Gelernte zu vertiefen und zu reflektieren.
Diese Unterrichtseinheit nimmt grundlegende Kompetenzen des Unterrichts der Fächer Politik und Wirtschaft in den Blick. Diese werden mit verschiedenen Methoden, Sozialformen und Materialien trainiert und erweitert.
In den ersten beiden Modulen steht die Analysekompetenz der Lernenden im Vordergrund. Sie erweitern ihr Vorwissen zu den Konzepten von Freihandel und Protektionismus und analysieren die Verflechtung der deutschen Wirtschaft mit dem chinesischen Markt.
In den folgenden Stunden werden potenzielle De-Risking-Strategien erarbeitet, um die Risiken von EU-Sonderzöllen und deren mögliche Konsequenzen einschätzen zu können. In einer Talkshow können die Lernenden anschließend ihre Handlungs- und Urteilskompetenz erweitern. Sie nehmen in einem Rollenspiel verschiedene Perspektiven ein und lernen, die Chancen und Risiken der Zölle auf E-Autos zu beurteilen.
Mit einem Klausurvorschlag kann der Lernfortschritt anschließend überprüft werden.
Kompetenzen:
- Freihandel und Protektionismus definieren und anhand von praktischen Beispielen Vor- und Nachteile erarbeiten; Statistiken zur wirtschaftlichen Abhängigkeit von China auswerten;
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evaluieren, ob protektionistische Maßnahmen gegenüber China im Fall von Elektroautos sinnvoll sind
Die Entscheidung der Europäischen Union, Strafzölle auf chinesische Elektroautos zu verhängen, wird in Wirtschaft und Politik kontrovers beurteilt. Dieser Schritt erfolgte vor dem Hintergrund eines zunehmenden Wettbewerbs zwischen der EU und China im Bereich der Elektromobilität. Die Thematik ist besonders relevant, da die Elektromobilität als ein Schlüsselsektor im globalen Kampf gegen den Klimawandel gilt und Europa seine industrielle Wettbewerbsfähigkeit in diesem Bereich sichern möchte.
Deshalb bietet dieses Thema einen idealen Ausgangspunkt, um Schülerinnen und Schülern wirtschaftspolitische Konzepte wie Freihandel und Protektionismus sowie die Relevanz globaler Lieferketten zu vermitteln.
Dauer: ca. 8 Unterrichtsstunden (inkl. Podiumsdiskussion und Klausur) je nach Auswahl der Materialien und Methoden
Beitrag erschienen: 04/2025