Berufliche Schulen - Ausgearbeitete Unterrichtseinheit
Internationale Politik und globale Fragen
Diese Lerneinheit ist methodisch abwechslungsreich angelegt, mit einem klaren Schwerpunkt auf intensiver Textarbeit.
Die Lernenden gewinnen Informationen aus mehreren Sachtexten sowie aus einem Interview und sichern zentrale Aussagen gezielt. Ergänzend werten sie unterschiedliche Darstellungsformen aus, indem sie Diagramme, ein Schaubild und eine Karikatur beschreiben und interpretieren. Kooperative Lernformen wie ein Gruppenpuzzle unterstützen die eigenständige Erschließung, bevor in einer Talkshow die Vor- und Nachteile einer Frauenquote in der Politik argumentativ diskutiert werden.
Inhaltlich behandelt die Einheit zentrale Fragen der Gleichstellung: warum in der Politik deutlich weniger Frauen als Männer vertreten sind und weshalb das gesellschaftlich relevant ist, wie Deutschland im internationalen Vergleich eingeordnet werden kann, welchen Herausforderungen Politikerinnen begegnen und wie sich politische Gleichstellung in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. Abschließend werden Handlungsoptionen erarbeitet, mit denen Gleichberechtigung gezielt gefördert werden kann.
Inhalt der Einheit
- Informationsentnahme aus Sachtexten und einem Interview
- Beschreibung und Interpretation von Diagrammen, Schaubild und Karikatur
- Erschließung über Gruppenpuzzle
-
Talkshow-Diskussion zur Frauenquote in der Politik: Pro und Contra argumentieren
- Leitfragen: Unterrepräsentation von Frauen in der Politik und ihre Folgen
-
Internationaler Vergleich der Situation in Deutschland
- Herausforderungen für Politikerinnen
- Entwicklung politischer Gleichstellung in den letzten Jahrzehnten
- Ansätze zur Förderung von Gleichberechtigung
- Erweiterung: Steckbriefe und Zeitstrahl zu ausgewählten Politikerinnen
Als Erweiterung lässt sich die Auseinandersetzung mit politischen Lebenswegen vertiefen: Weitere Politikerinnen können hinsichtlich ihres Werdegangs und ihrer Verdienste analysiert werden.
Dazu erstellen die Lernenden Steckbriefe und halten wichtige Stationen auf einem Zeitstrahl fest, um Entwicklungen und Gemeinsamkeiten sichtbar zu machen. Geeignete Beispiele sind Angela Merkel, Emmeline Pankhurst, Ursula von der Leyen, Benazir Bhutto, Sanna Marin, Jacinda Ardern, Golda Meir, Zuzana Čaputová, Jeannette Rankin, Gro Harlem Brundtland und Huda Sha’arawi.