Erzählende Literatur - Einen Roman der Weimarer Republik analysieren
Raabits Deutsch Literatur, Klassen 11, 12 und 13
Der zeitliche Rahmen des Romans „Das kunstseidene Mädchen“ lässt sich genau bestimmen: Vom Spätsommer 1931 bis zum Frühjahr 1932 reicht die Handlung, deren Ende offenbleibt. Der Roman spielt in der Weimarer Republik, gekennzeichnet durch Wirtschaftskrise, Gefährdung der Demokratie und Abstiegsängste vieler Menschen bei gleichzeitigen Glücksversprechungen in den Medien: „Weimarer Verhältnisse“, von denen auch heute wieder die Rede ist.
In der Unterrichtsreihe erschließen die Lernenden Keuns Roman inhaltlich und strukturell. Hierbei werden der historische Kontext miteinbezogen sowie kontroverse Fragen diskutiert.
Themen / Inhalt:
- Roman,
- Neue Sachlichkeit,
- Analysieren,
- Interpretieren
- Lernerfolgskontrolle (Klausur)
Kompetenzen:
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Lesen: einen Roman lesen
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Analysieren: Interpretationen analysieren und bewerten; zeitgeschichtliche Hintergründe recherchieren und diese für die Interpretation nutzen
Dauer: ca. 15 Stunden (+ Lernerfolgskontrolle / Klausur) je nach Auswahl der Materialien und Methoden
Irmgard Keun (1905–1982) war ein Star in der Weimarer Republik, wurde verfolgt und befand sich teilweise im Exil im Dritten Reich, wurde nach dem Krieg nahezu vergessen und erst in den späten 1970er-Jahren wiederentdeckt. Leben und Werk Irmgard Keuns verraten auch viel über den von Männern dominierten Literaturbetrieb in Deutschland.
Textgrundlage dieser Unterrichtseinheit (zusätzlich benötigt): Irmgard Keun: Das kunstseidene Mädchen. Klett Schulbuchverlag. Leipzig u. a. 2004. ISBN: 978-3-12-351141-7. Der Romantext ist mit erläuternden Anmerkungen und einem umfangreichen Materialteil versehen, der in der vorliegenden Einheit genutzt wird.