Kreatives Recycling im Kunstunterricht
Experimenteller und kreativer Umgang mit diversen Werkstoffen
Zur Realisierung von kreativem Recycling im Rahmen des Kunstunterrichts werden gebrauchte Werkstoffe aus dem Alltag durch einen gestalterischen Prozess umfunktioniert. Diese Umfunktionierung von Wegwerfmaterialien soll den SchülerInnen ein Bewusstsein für Ressourcen aufzeigen und die Freude am kreativen Experimentieren wecken. Wichtig ist, dass man das Potenzial des jeweiligen Werkstoffes erkennt und einen spielerischen Umgang damit entwickelt. Im Haus, im Garten, auf der Straße, auf der Baustelle oder auf dem Schrottplatz findet man Unmengen an brauchbaren Materialien. Vor dem Gestalten werden die gesammelten Schätze nach unterschiedlichen Kriterien sortiert: Farbe, Material, Form oder Werkstoffeigenschaften dienen als Ordnungskriterien.
Neben der Förderung der fachlichen Kompetenzen im gestalterischen Unterricht sollen die Kinder auf die Problematik der Entstehung und Entsorgung von Abfällen sensibilisiert werden.
Die Lernenden reflektieren zudem das eigene Abfall- und Konsumverhalten. Sie werden mit bildhaften Anleitungen zu einem experimentellen, spielerischen und kreativen Umgang mit Wegwerfmaterialien hingeführt. Die Kinder erwerben im kreativ-schöpferischen Prozess vielfältige Kenntnisse über Materialeigenschaften, Kompositionen, Form- und Farbensprache. Zudem lernen sie Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern kennen, die sich ebenfalls mit dem Thema Recycling auseinandersetzen. Der Horizont für eigenes kreatives Schaffen und Weiternentwickeln wird erweitert. Wenn sich die Arbeiten über mehrere Unterrichtstunden ausdehnen, dann drängt sich als Abschluss und Höhepunkt eine Klassenaustellung auf.
Der Band ist in acht nach Werkstoffen geordneten Kapiteln unterteilt:
- Papier
- Karton
- Tetra
- Textilien
- Kork
- Metall
- Glas / Keramik
- Kunststoff
Zu Beginn der Kapitel wird der jeweilige Werkstoff auf einem Einführungsblatt knapp vorgestellt. Anschließend sind die Aufgabenstellungen und Arbeitsanweisungen zusammengestellt, jeweils eine in sich geschlossene Einheit pro Seite. Einige Arbeitsblätter werden als Kopiervorlagen verwendet; es wird darauf geschrieben, gezeichnet, die Blätter müssen gefaltet oder zerschnitten werden. Andere Blätter dienen als Arbeitsanweisungen im Sinne von Postenblättern. Die Arbeitsschritte sind mit einfachen Texten beschrieben und mit zahlreichen Bildern illustriert.
Da man für die Umsetzung der Aufgaben kaum spezielle Maschinen benötigt, sind die meisten Ideen im Schulzimmer realisierbar. Das Lehrmittel eignet sich somit auch für Vertretungsstunden.