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Vergänglichkeit und Sinn des Lebens - ein Textvergleich

Vergänglichkeit und Sinn des Lebens - ein Textvergleich

12,50 EUR

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77 Seiten, PDF-Datei

Sekundarstufe II

Deutsch


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Art.Nr.: NWL203652020
Verlag: Mediengruppe Oberfranken


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Ideenbörse Deutsch Oberstufe

Vergleichende Analyse von Gedichten

Das Thema "Vergänglichkeit" wird literaturgeschichtlich gerne primär in die Schublade "Barock" gesteckt. Dass es sich um eine menschliche Urerfahrung handelt, wurde aus dem gesellschaftlichen Bewusstsein angesichts eines jahrzehntelangen technologischen und medizinischen Fortschritts und einer erheblich gewachsenen Lebenserwartung in den industrialisierten Staaten verdrängt.

Die Corona-Krise ist gerade dabei, diese Verblendung zu beseitigen, und konfrontiert uns mit dem Wissen, dass nichts unendlich währt. Unsere Ängste um das eigene Leben und das nahestehender Menschen wachsen in ungeahnte Höhen, wir erkennen die Kurzlebigkeit von Börsenhypes und dass fehlgeleitete Prozesse der Globalisierung und Gewinnmaximierung nicht nur unglaubliche materielle, soziale und Umweltschäden provozieren können, sondern regelrecht unser Leben bedrohen (vgl. unsere Abhängigkeit von der Pharmaproduktion auf der anderen Seite der Welt). Die Ausgangssperren oder quarantänebedingten Isolationen werfen viele Menschen auf sich selbst zurück, und sie müssen sich damit auch der Frage stellen, die mit dem Bewusstsein der Vergänglichkeit untrennbar verbunden ist: der Frage nach dem Sinn des Lebens. Mit diesem komplexen Themenbereich beschäftigt sich die vorliegende Unterrichtseinheit.

Im Übrigen kann die Einheit ganz unabhängig von der aktuellen Pandemie-Situation eingesetzt werden, denn entwicklungspsychologisch ist im "Aufgabenkatalog" des Lebensabschnitts, in dem die Oberstufenschüler/-innen stehen, also der Adoleszenz, ein zentrales Thema die Lebensplanung; dazu gehört essenziell die Suche nach dem Lebenssinn.

Didaktisch bezieht die Unterrichtseinheit unterschiedlichste Kompetenzen und Aufgabenbereiche mit ein. Die literarischen Texte stammen (von zwei Ausnahmen abgesehen) aus der Zeit vom Barock bis zum Expressionismus; die Einheit kann also z. B. am Ende des vorletzten Schuljahrs vor dem Abitur eingesetzt werden, um en passant das Grundwissen zu den großen literarischen Epochen (Barock, Klassik, Romantik, Realismus, Expressionismus) zu wiederholen, die nach vielen Lehrplänen in jenem Schuljahr behandelt werden.

Die enthaltenen Texte:

  • T. Tykwer u. a.: Zu Asche, zu Staub
  • C. Hoffmann von Hoffmannswaldau: Die Welt
  • Hoffmannswaldau-Gedicht und W. Borchert: Unser Pusteblumendasein
  • M. Opitz: Ach liebste laß uns eilen und Ich empfinde fast ein Grawen;
  • J. W. v. Goethe: Das Göttliche;
  • J. v. Eichendorff: Wem Gott will rechte Gunst erweisen;
  • G. Keller: Sommernacht und Abendlied;
  • G. Trakl: An die Verstummten;
  • wissenschaftliche Texte zur Sinnforschung
Kompetenzen und Unterrichtsinhalte:
  • Die Schülerinnen und Schüler analysieren und interpretieren Gedichte, teils intensiv, teils fokussiert auf Thematik bzw. Aussage der Texte.
  • Im Zentrum steht die vergleichende Analyse von Texten: Gedicht mit Prosatext, Gedichte mit anderen Gedichten, literarische mit Sachtexten.
  • Inhaltlich setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit einem zentralen philosophischen, psychologischen und literarischen Themenbereich auseinander: der Erfahrung der Vergänglichkeit und der Frage nach dem Sinn des Lebens.