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Thomas Mann - Mario und der Zauberer

Thomas Mann - Mario und der Zauberer

12,50 EUR

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40 Seiten, PDF-Datei

Sekundarstufe II

Deutsch


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Art.Nr.: NWL140602017
Verlag: Mediengruppe Oberfranken


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Arbeitsmaterialien für die Oberstufe

Begleitmaterial zur Lektüre

Angesichts der Bedeutung, die der Nobelpreisträger Thomas Mann in der Literatur nicht nur des frühen 20. Jahrhunderts einnimmt, muss es ein selbstverständliches Anliegen des Literaturunterrichts sein, ihn als einen der großen deutschen Erzähler jungen Lesern von heute nahezubringen. Leider ist das nicht mehr ganz so einfach. Die meisten seiner großen Werke gelten für heutige Leser als zu monumental im Umfang, zu anspruchsvoll in ihren oft philosophisch oder historisch fundierten Inhalten, zu schwierig in der Schreibweise, oft auch fremd im Denken.

Den "Zauberberg" oder den "Doktor Faustus" kann man wohl nur mit wenigen besonders motivierten Klassen oder Kursen lesen. Mit einem der kleineren Werke aus seinem vielfältigen und breiten Oeuvre könnte das eher gelingen. Die 1930 erstmals veröffentlichte Novelle "Mario und der Zauberer" vereinigt dabei viele Vorzüge in sich:
Zum einen ist das Werk überschaubar, was Länge und Strukturen angeht, so dass es zuweilen gar in der Mittelstufe gelesen werden kann. Zum Zweiten ist seine Thematik, die Verführbarkeit des Menschen durch Demagogen und radikale Ideologien und die Frage, wie Fremdenfeindlichkeit und Aggression entstehen, aktueller denn je. Zum Dritten schließlich kann der kurze Text, wenn er auf das Interesse der Schüler stößt - und man darf hier durchaus auf die Kraft der Sprache Thomas Manns vertrauen -, "Türöffner" zu seinen anderen Texten, vielleicht sogar zu einem der großen Romane werden.

Selbst ein kurzes Werk wie "Mario und der Zauberer" ist so vielschichtig, dass nicht alle seine Aspekte im gleichen Maß entwickelt werden können. Diese Einheit legt im ersten Teil besonderen Wert auf anregende (und pragmatische) Methoden, den Text zu erschließen, und auf die literaturtheoretische Frage der Textsorte. Im zweiten, ausführlicheren Teil liegt der Schwerpunkt auf den politischen und ideologischen Komponenten des Textes, dafür werden die an anderer Stelle breit diskutierten Aspekte von Körperlichkeit und Erotik ausgespart (im Literaturverzeichnis finden sich Werke, z.B. von Widdig und Schulz, mit interessanten Ansätzen zu diesem Themenkreis).

Lernziele dieser Unterrichtseinheit:  Die SchülerInnen ...

  • lernen die Erzählung "Mario und der Zauberer" kennen und treten auf diese Weise mit dem Werk Thomas Manns in Kontakt.
  • erkennen in der Handlung eine Parabel auf die faschistischen Bewegungen des frühen 20. Jahrhunderts und erschließen deren verschiedene Bedeutungskomplexe.
  • erkennen, dass mithilfe der parabolischen Parallelführung Kernelemente der faschistischen Ideologie und Herrschaftspraxis parodiert und kritisiert werden.
  • erproben und diskutieren die Zuordnung des Erzähltextes zu verschiedenen epischen Kurzformen. Sie arbeiten in diesem Zusammenhang konstituierende Merkmale der Anekdote, der Parabel und der Novelle auf.
  • lernen Texte und Theorien kennen, die sich zu Anfang des 20. Jahrhunderts mit dem Phänomen der modernen Massengesellschaft auseinandersetzten, und erkennen, dass Elemente dieser Theorien direkten Eingang in die Erzählungen und Romane Thomas Manns, unter anderem in "Mario und der Zauberer" gefunden haben.
  • erkennen und begründen die grundsätzlich pessimistische bzw. fatalistische Haltung des Bildungsbürgertums in Bezug auf die Verteidigung bürgerlich-liberaler Positionen.
  • lernen das Leseprotokoll als eine Methode der selbstständigen Texterschließung und Ergebnissicherung kennen und wenden sie an.
  • setzen sich kritisch mit Fragen der Verfilmung von Literatur auseinander.
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