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Julia Franck - Liebediener

Julia Franck - Liebediener

12,50 EUR

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36 Seiten, PDF-Datei

Sekundarstufe II

Deutsch


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Art.Nr.: NWL140582017
Verlag: Mediengruppe Oberfranken


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Arbeitsmaterialien für die Oberstufe

Begleitmaterial zur Lektüre

Julia Franck, Literaturinteressierten schon seit einigen Jahren als talentierte Autorin bekannt, hat im Jahr 2007 einen bedeutenden Erfolg errungen. Für ihren Roman "Die Mittagsfrau" erhielt sie nicht nur den renommierten Deutschen Buchpreis, sondern auch ein überwältigendes Echo bei Lesern und Kritikern. Hervorgehoben wurde dabei, auch von der professionellen Kritik, immer wieder die Kraft und Bildlichkeit ihrer Sprache. Im Sog der "Mittagsfrau“ wurden nun auch ihre früheren Romane wieder interessant, mehrere von ihnen sind 2007 beim Fischer Verlag als Taschenbuch erschienen - ein Anstoß und eine Chance, sich im Literaturunterricht damit zu befassen.

Es war schon immer ein Anliegen dieser Sammlung, aktuelle Literatur in den Unterricht zu bringen. Der Roman "Liebediener" von 1997 erscheint zu diesem Zweck besonders geeignet, obwohl - oder besser: gerade weil - er nicht unumstritten ist. Er ist vom Umfang, von der Thematik und von der Sprache her für jugendliche Leser geeignet, vielleicht auch interessant, er ist aus der Sicht und Perspektive eines jungen Menschen geschrieben, er handelt in der aktuellen (Großstadt-)Welt - nicht zuletzt ist er aber auch provokant, polarisierend und nicht einfach zu beurteilen.

Ein zweites wichtiges Ziel dieser Reihe ist es, die Schüler von einem musealen Verständnis von Literatur, in dem sie nur mit dichterischen "Monumenten" konfrontiert werden, an den aktuellen und lebendigen Literaturbetrieb heranzuführen, eine Welt, von der die Schüler oft nicht einmal wissen. Sie sollen sich mit kontroversen Kritiken befassen, junge Autoren kennenlernen, sich eine Meinung bilden und diese gegenüber anderen vertreten, kurz: zum mündigen und aktiven Leser werden.

Besonders ausgeprägt ist in dieser Einheit der Charakter der „"deenbörse". Ein Unterrichtsablauf, der die komplette Interpretation des gesamten Romans abdeckt und strukturiert, wurde noch nicht einmal versucht. Im weitesten Sinne kommen die beiden ersten Unterrichtsschritte diesen (selbstverständlich unumgänglichen) Arbeitsschritten entgegen. In den übrigen Teilen dominieren stattdessen Ideen für ansonsten eher ungewöhnliche Zugänge und zur Nutzung moderner Medien.

Dies entspricht unter anderem auch dem in den neuesten Lehr- und Bildungsplänen verankerten Lektürekonzept, das weniger auf Vollständigkeit und tiefe Durchdringung ausgeht, sondern mehr auf die kursorische Behandlung möglichst vieler Lektüren, gleichzeitig auf originelle und motivierende Zugänge als (Not-?) Maßnahme gegen die Leseresistenz der Jugendlichen.

Lernziele dieser Unterrichtseinheit:  Die SchülerInnen ...

  • lernen mit Julia Francks "Liebediener" einen modernen Roman kennen.
  • verschaffen sich mithilfe einer Stationenarbeit einen Überblick über die wichtigsten Inhalte und Handlungsstrukturen des Romans.
  • lernen dabei selbstständig zu arbeiten und erkennen die Vorteile arbeitsteiliger Verfahren.
  • nutzen, indem sie die Schauplätze der Handlung mithilfe digitaler Medien bearbeiten, das Angebot moderner Medien und Hilfsmittel.
  • beschäftigen sich mit den im Roman häufig verwendeten Musikmotiven und nutzen deren historischen und musiktheoretischen Hintergrund zur Entwicklung von Interpretationsansätzen.
  • lernen einen längeren Erzähltext gezielt und selektiv unter einem thematischen Leitbegriff auszuwerten.
  • beschreiben und diskutieren die Erzählweise des Romans, insbesondere die häufige Verknüpfung disparater Ereignisse, und diskutieren über die Wirkung dieser Erzählweise.
  • beschäftigen sich mit Rezensionen, biografischen Notizen und Interviews rund um den Roman und die Autorin. Sie lernen damit Text- und Darstellungsformen kennen, die typisch sind für den Literaturbetrieb und das literarische Leben.
  • üben sich in Techniken und Methoden der Erschließung und Deutung von epischen Texten und verfassen mithilfe von Vorgaben sowie Beispielen selbst Kurzrezensionen, Kommentare und (fiktive) Interviews.
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