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Historische Bildungsforschung
 
Republikanismus und Pädagogik - Pestalozzi im historischen Kontext
Republikanismus und Pädagogik - Pestalozzi im historischen Kontext
von Daniel Tröhler

Verlag Julius Klinkhardt

Der Republikanismus wird als politische Sprache seit über dreissig Jahren von der modernen history of ideas erforscht. Obgleich in ihrem Zentrum das Ideal des citizen bzw. Fragen öffentlicher Tugend stehen, wurde der Republikanismus bislang noch nicht als pädagogische Sprache entdeckt und war entsprechend auch kein Thema der pädagogischen Forschung.
Die vorliegende Studie zeigt, dass Johann Heinrich Pestalozzi als einer der wichtigsten Klassiker der Pädagogik durch die Kontextualisierung seines Werkes als genuiner Denker des Republikanismus verstanden werden muss. Dieses Verständnis gibt neuen Aufschluss über seine intellektuelle und konzeptionelle Entwicklung.
Die Arbeit zielt nicht nur darauf, mittels der Analyse politischer und pädagogischer Sprachen eine neue Methode historischer Bildungsforschung sowie ein weitgehend neues Pestalozzi-Bild zu generieren. Sie versteht sich darüber hinaus auch als Plädoyer in der pädagogischen Diskussion, sich historisch den Impulsen aus der verdrängten Tradition des Republikanismus zu stellen und vor diesem Hintergrund citizenship systematisch in die Theoriediskussion zu integrieren.

2006, 531 Seiten
Gedruckt    39,00 € Bestellen
(Bestell Nr. 859-2)
Die NS-Zeit als Gewinn für Hilfsschullehrer
Die NS-Zeit als Gewinn für Hilfsschullehrer
von Dagmar Hänsel

Verlag Julius Klinkhardt

Das deutsche Sonderschulsystem ist durch die Erfahrung mit den Verbrechen der NS-Zeit zutiefst geprägt. Diesen Verbrechen fielen nicht zuletzt Hilfsschülerinnen und -schüler und von Hilfsschullehrern Ausgeschlossene im Rahmen der Zwangssterilisation und der Euthanasiemaßnahmen zum Opfer. Die Auseinandersetzung mit diesem Zusammenhang wird bisher fast ausschließlich von der Sonderpädagogik geführt und von Geschichtsinterpreten dominiert, die dem Hilfsschulverband nahestehen.
Der Band entwickelt eine neue Sicht. In der Auseinandersetzung mit der Hilfsschulentwicklung in der NS-Zeit, mit der gemeinsamen Sonderschullehrerausbildung und mit der verbandsnahen Geschichtsschreibung wird gezeigt, dass die NS-Zeit einen Gewinn für die Hilfsschullehrerschaft darstellt, der bis in die Gegenwart reicht. Der Band wird durch amtliche Dokumente aus der NS-Zeit abgerundet, auf die sich die Darstellung bezieht.

2006. 253 Seiten
PDF Datei    15,60 € Bestellen
(Bestell Nr. 865-1)
Gedruckt    19,50 € Bestellen
(Bestell Nr. 865-2)
Handbuch Zensur und Zeugnis in der Schule: Historischer Rückblick, allgemeine Problematik, empirische Befunde und bildungspolitische Implikationen - Ein Studien- und Arbeitsbuch
Handbuch Zensur und Zeugnis in der Schule: Historischer Rückblick, allgemeine Problematik, empirische Befunde und bildungspolitische Implikationen - Ein Studien- und Arbeitsbuch
Verlag Julius Klinkhardt

von Jörg W. Ziegenspeck

Lehrerinnen und Lehrer versuchen, Schülerinnen und Schülern durch anhaltendes Beobachten, aufmerksames Nachvollziehen, behutsames Kommentieren, konstruktives Korrigieren und kritisches Bewerten gerecht zu werden. Gleichzeitig müssen staatliche Vorgaben, außen-gesteuerte Erwartungen, Elterninteressen und subjektive Empfindungen von Kindern und Jugendlichen sensibel berücksichtigt und vorsichtig gewichtet werden. Von Lehrerinnen und Lehrern wird viel erwartet – zu viel, wie der Autor meint und durch dieses Buch differenziert und aspektreich belegt werden soll.

Inhalt:
  • Das Leistungsproblem in Gesellschaft und Schule
  • Darstellung der allgemeinen Problematik und
    Diskussion ausgewählter Forschungsbefunde
  • Zusammenfassung der bisher gemachten Reformvorschläge
    und ihrer praktischen Umsetzungen
  • Drei grundlegende Perspektiven kennzeichnen die jüngere
    Entwicklung: Vom lehrzielorientierten Unterricht über die
    sachbezogene objektive Leistungsbeschreibung zur
    schülergerechten Beurteilung
442 Seiten
PDF Datei    14,40 € Bestellen
(Bestell Nr. 1065-1)
Gedruckt    18,00 € Bestellen
(Bestell Nr. 1065-2)
Jahrbuch für historische Bildungsforschung Band 12
Jahrbuch für historische Bildungsforschung Band 12
Sektion Historische Bildungsforschung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft in Verbildung mit der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des DIPF

Verlag Julius Klinkhardt

Das „Jahrbuch für Historische Bildungsforschung“ widmet sich in interdisziplinärer Orientierung der historischen Analyse von Bildung, Erziehung und Sozialisation, den alltäglichen und institutionellen Bedingungen des Aufwachsens, der Geschichte von Kindheit und Jugend und von Medien der Vergesellschaftung.

Bd. 12 (2006) wendet sich mit seinem Themenschwerpunkt zur Lehrerinnen- und Lehrergeschichte im Deutschland des 20. Jahrhunderts zunächst einem klassischen Thema der Historischen Bildungsforschung zu. In Gestalt des kollektivbiographischen Ansatzes wird dabei jedoch ein bislang noch wenig erprobter Zugang zu diesem Feld erschlossen.
Am Beginn der Abhandlungen steht ein Beitrag zur Erziehung und Bildung im mittelalterlichen Judentum, der auf eine empfindliche Lücke in der Historischen Bildungsforschung verweist und Perspektiven zu ihrer Schließung entwickelt. Des weiteren werden der Orbis pictus des Comenius auf Originalität und historische Kontinuität überprüft, das Verhältnis von Bürgertum und Bildung an einem biographischen Fall aus dem deutschen Kaiserreich untersucht, schließlich die unbeabsichtigten Folgen aufgezeigt, welche die Bemühungen der DDR um Steuerung und gezielten Einsatz der Pädagogischen Wissenschaften einerseits, ihre solidarische Unterstützung der Volksrepublik Mozambique bei der Produktion eines neuen sozialistischen Menschen andererseits zeitigten.
Die Beiträge in Quelle und Kommentar thematisieren zum einen die Beziehungen der Freien Schulgemeinde Wickersdorf zur frühen Sowjetunion, zum anderen am Beispiel Göttingens das Verhältnis der akademischen Erziehungswissenschaft zur Lehrerbildung in Deutschland kurz nach 1945. In Diskussion und Kritik wird mit der Familie ein vernachlässigter Gegenstand Historischer Bildungsforschung in den Blick genommen. Die neue Rubrik Rückblicke/Einblicke/Ausblicke schließlich bietet zunächst eine Bilanz von einhundert Jahren sozialdemokratischer Bildungspolitik in Form eines Essays. Außerdem werden der Stand der Forschung zur Geschichte der Erziehungswissenschaft sowie aktuelle Tendenzen in der Historischen Bildungsforschung in Deutschland analysiert.

2006. 370 Seiten
Gedruckt    25,50 € Bestellen
(Bestell Nr. 2487-2)
Jahrbuch für historische Bildungsforschung Band 12. Quelle und Kommentar
Jahrbuch für historische Bildungsforschung Band 12. Quelle und Kommentar
Sektion Historische Bildungsforschung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft in Verbildung mit der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des DIPF

Verlag Julius Klinkhardt
Thema dieses Kapitels: Quelle und Kommentar


Das „Jahrbuch für Historische Bildungsforschung“ widmet sich in interdisziplinärer Orientierung der historischen Analyse von Bildung, Erziehung und Sozialisation, den alltäglichen und institutionellen Bedingungen des Aufwachsens, der Geschichte von Kindheit und Jugend und von Medien der Vergesellschaftung.

Die Beiträge in Quelle und Kommentar thematisieren zum einen die Beziehungen der Freien Schulgemeinde Wickersdorf zur frühen Sowjetunion, zum anderen am Beispiel Göttingens das Verhältnis der akademischen Erziehungswissenschaft zur Lehrerbildung in Deutschland kurz nach 1945.

2006. 40 Seiten
PDF Datei    3,30 € Bestellen
(Bestell Nr. 2490-1)
Jahrbuch für historische Bildungsforschung Band 12. Diskussion und Kritik, Rückblicke, Einblicke, Ausblicke
Jahrbuch für historische Bildungsforschung Band 12. Diskussion und Kritik, Rückblicke, Einblicke, Ausblicke
Sektion Historische Bildungsforschung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft in Verbildung mit der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des DIPF

Verlag Julius Klinkhardt
Thema dieses Kapitels: Diskussion und Kritik, Rückblicke, Einblicke, Ausblicke


Das „Jahrbuch für Historische Bildungsforschung“ widmet sich in interdisziplinärer Orientierung der historischen Analyse von Bildung, Erziehung und Sozialisation, den alltäglichen und institutionellen Bedingungen des Aufwachsens, der Geschichte von Kindheit und Jugend und von Medien der Vergesellschaftung.

In Diskussion und Kritik wird mit der Familie ein vernachlässigter Gegenstand Historischer Bildungsforschung in den Blick genommen. Die neue Rubrik Rückblicke/Einblicke/Ausblicke schließlich bietet zunächst eine Bilanz von einhundert Jahren sozialdemokratischer Bildungspolitik in Form eines Essays. Außerdem werden der Stand der Forschung zur Geschichte der Erziehungswissenschaft sowie aktuelle Tendenzen in der Historischen Bildungsforschung in Deutschland analysiert.

2006. 80 Seiten
PDF Datei    6,60 € Bestellen
(Bestell Nr. 2491-1)
Mädchen- und Frauenbildung im 19. Jahrhundert
Mädchen- und Frauenbildung im 19. Jahrhundert
Klinkhardt Verlag

Autor: James C. Albisetti

James C. Albisetti legte 1988 die erste vergleichende Studie über die Institutionalisierung des höheren Mädchenschulwesens, über die Zulassung von Frauen zum Universitätsstudium und zu den akademischen Berufen in den deutschen Einzelstaaten im „langen 19. Jahrhundert“ vor.
Durch den Vergleich mit zeitgleichen Entwicklungen in anderen europäischen Ländern arbeitet er das Typische und Einzigartige hinsichtlich der Lehrpläne für Mädchenschulen und der Berufstätigkeit von Lehrerinnen sowie der Strategien der Frauenbewegung in diesem Prozess heraus.
Zu den behandelten Themen gehören auch die Koeduktionsdebatte in der Frauenbewegung sowie der Einfluss früher Feministinnen auf die zwischen 1900 und 1910 realisierte Mädchenbildungsreform. Die relativ späte Zulassung von Frauen zur akademischen Ausbildung wird von Albisetti nicht als ein deutscher Sonderweg hin zur Modernisierung der Mädchen- und Frauenbildung interpretiert.

397 Seiten
Gedruckt    29,80 € Bestellen
(Bestell Nr. 3737-1)
Dienstbares Begleiten und später Widerstand
Dienstbares Begleiten und später Widerstand
Klinkhardt Verlag

Autor: Christine Hohmann

Der nationale Sozialist Adolf Reichwein im Nationalsozialismus
Sympathie und Verehrung für Adolf Reichwein prägen bis heute Rezeption und Forschung. Danach stand der Pädagoge, der bisher dem linken Spektrum der Sozialdemokratie zugerechnet wird, von „Anfang an“ konsequent im Widerstand gegen den Nationalsozialismus.
Die vorliegende Untersuchung bricht mit der Reichwein kanonisierenden Forschung. Sie zeigt, dass sich Adolf Reichwein als nationaler Sozialist 1933 mit der „Grundidee der nationalsozialistischen Bewegung nicht im Konflikt“ befand. Sein in der NS-Zeit in einer einklassigen Volksschule durchgeführter Unterricht, der konzeptionell nicht auf ihn zurückzuführen ist, kann weder als singulär noch als „heimlicher Widerstand“ angesehen werden. Aufgezeigt wird, wie sich Reichwein im NS-Staat zielgerichtet um die öffentliche Anerkennung seiner pädagogischen Arbeit bemühte und die Zusammenarbeit mit diversen NS-Gliederungen, darunter der SS, nicht scheute. Die Autorin resümiert, dass Adolf Reichwein Mitschuld am Funktionieren des NS-Staates trug, wobei der späte Widerstand weder negiert noch verkannt wird.
Die vorliegende Forschungsarbeit beschäftigt sich explizit auch mit dem seit 1945 im Wesentlichen ungebrochenen Beharrungsvermögen der tradierten, hagiographischen Reichwein-Rezeption und -Forschung und macht die entscheidenden Bedingungsfaktoren transparent.
Das Buch ist mit der Kritik an der bis heute anhaltenden defizitären pädagogischen Historiographie und den spezifischen wissenschaftsmethodischen Forderungen ein über den Einzelfall hinausreichender Beitrag zum aktuellen Diskurs der historischen Bildungsforschung.

284 Seiten
Gedruckt    32,00 € Bestellen
(Bestell Nr. 3738-1)
Kinderzeitschriften in der DDR
Kinderzeitschriften in der DDR
Klinkhardt Verlag

Herausgeber: Christoph Lüth / Klaus Pecher

Bis zu ihrem Zusammenbruch erhielt die DDR ein ganzes Ensemble von Kinderzeitschriften – geordnet nach Altersstufen und Interessengruppen und bürokratisch gesteuert aus dem Zentralrat der FDJ. In enger Abstimmung mit den erzieherischen Intentionen von Schule und Pionierorganisation sollten diese Zeitschriften die politischen Botschaften des Staates in die Kinderwelt transportieren, und so stellen sie ein für Sozialisation und Erziehung in der DDR-Kindheit charakteristisches kulturelles Muster dar.
Die erziehungswissenschaftliche Forschung hat diesem Medium bislang nur geringe Aufmerksamkeit gewidmet. Eine Tagung im Sommer 2004, veranstaltet von der Professur für Allgemeine Pädagogik im Institut für Pädagogik an der Universität Potsdam, führte erstmals Vertreter von Erziehungswissenschaft, Literaturwissenschaft, Publizistik und frühere Redakteure dieser Kinderzeitschriften zu einer vorläufigen Bilanz zusammen.
Der hier vorgelegte Band enthält die Referate der Tagung.

207 Seiten
Gedruckt    19,80 € Bestellen
(Bestell Nr. 3739-1)
Schulentwicklung und Lehrerforschung
Schulentwicklung und Lehrerforschung
Von Ewald Terhart und Klaus-Jürgen Tillmann
Klinkhardt Verlag

Die Laborschule Bielefeld ist nicht nur eine weit bekannte Reformschule, sondern zugleich auch eine Forschungseinrichtung. Die LehrerInnen, die neue Konzepte des Lehrens und Lernens entwickeln und erproben, arbeiten dabei zugleich als ForscherInnen: In engem Kontakt mit der universitären Erziehungswissenschaft analysieren sie die Voraussetzungen, die Abläufe, die Auswirkungen ihrer pädagogischen Arbeit. Die Ergebnisse dieser „Praxisforschung“ erlauben es dann, begründete Vorschläge für die Reform des Regelschulwesens zu formulieren.
Dieses Buch beschäftigt sich mit diesem spezifischen Forschungsansatz der Laborschule: mit dem von Hartmut von Hentig entworfenem „Lehrer-Forscher-Modell“.
Dokumentiert wird eine externe Überprüfung der Laborschulforschung durch eine Gruppe von ErziehungswissenschaftlerInnen und SchulentwicklerInnen: Welche Ansprüche, aber auch welche Begrenzungen sind mit diesem Forschungsansatz verbunden? Wie wird er umgesetzt? Welche Erkenntnisse für die Laborschule, für die Regelschule, für den erziehungswissenschaftlichen Diskurs werden damit produziert?
Der Band stellt damit an dem prominenten Beispiel der Laborschule dar, welche Relevanz der Ansatz der schulischen „Praxisforschung“ – international als „teacher research“ bezeichnet – für den erziehungswissenchaftlichen Erkenntnisgewinn beanspruchen kann.
AutorInnen aus der Laborschule stellen ihren Arbeitsansatz dar. Die kritische Einschätzung erfolgt durch Peter Daschner, Maria Fölling-Albers, Cornelia Stern, Ewald Terhart und Elmar Tenorth.

201 Seiten
PDF-Datei    16,80 € Bestellen
(Bestell Nr. 5120-2)
Gedruckt    21,00 € Bestellen
(Bestell Nr. 5120-3)
Volksschule im 18. Jahrhundert
Volksschule im 18. Jahrhundert
Von Daniel Tröhler, Andrea Schwab
Klinkhardt Verlag

Die Schulumfrage auf der Zürcher Landschaft in den Jahren 1771/1772

In den Jahren 1771/72 wurde auf der Zürcher Landschaft – die grösser war als der heutige Kanton Zürich – eine flächendeckend durchgeführte Umfrage zu Schule und Unterricht realisiert. Dazu war ein Fragebogen gedruckt und an jede der über 140 Pfarrgemeinden mit ihren zahlreichen Schulen verteilt worden. Die Pfarrer, damals verantwortlich für die schulischen Angelegenheiten, haben die Fragebogen beantwortet und zurückgesandt.
Das Besondere an der Umfrage ist zweifelsohne ihr Umfang – der Fragebogen umfasst 81 Fragen – sowie ihre thematische Breite, die von äusseren Angaben zur Schule über methodisch-didaktische Fragen bis hin zu Fragen nach der Effektivität der Schule reichen.
Über zwei Drittel aller Antwortschreiben, das heisst rund 2000 Manuskriptseiten, sind erhalten und liegen nun auf CD-ROM ediert vor. Dieser gewaltige Datensatz ermöglicht eine breite Untersuchung durchschnittlicher Schulen am Ende des 18. Jahrhunderts, die eine längst fällige und fruchtbare Ergänzung zur bislang meist exemplarisch gebliebenen Schulgeschichtsforschung darstellt. Den auf CD-ROM edierten Quellen sind drei gedruckte Aufsätze aus verschiedenen Disziplinen vorangestellt. Sie kontextualisieren das Quellenkorpus und leisten so zugleich eine Hilfestellung bei der Benutzung der Daten.

114 Seiten
PDF-Datei    25,59 € Bestellen
(Bestell Nr. 5162-1)
Gedruckt    32,00 € Bestellen
(Bestell Nr. 5162-2)
Bildungsgeschichte(n) in Quellen
Bildungsgeschichte(n) in Quellen
Klinkhardt Verlag
Herausgeber: Jörg-W. Link / Frank Tosch

Bildungsgeschichte(n) in bzw. mit Quellen zu schreiben, ist weniger das altbackene „ad fontes“ als vielmehr Ausdruck des empirischen Ansatzes in der Historischen Bildungsforschung. Die Beiträge des vorliegenden Sammelbandes zeigen exemplarisch, wie sich in qualitativen und quantitativen Forschungsansätzen auf der Grundlage neu recherchierter Quellen innovativer Erkenntnisgewinn generieren lässt. Die im Zentrum stehenden unterschiedlichen Quellengattungen (Briefe, Bilder, Protokolle, aber auch Reden, Erfahrungsberichte und systematische Abhandlungen) werden multiperspektivisch im jeweiligen historischen Prozess analysiert, kommentiert und interpretiert sowie in theoretische Überlegungen eingebunden. Den lebensweltorientierten Re-Konstruktionen ist dabei meist eine besondere Narrativität eigen.
Die Beiträge erzählen Bildungsgeschichten der Aufklärung, Bildungsgeschichten im Kontext von Pädagogischen Reformen und der Reformpädagogik und beleuchten Beispiele aus der Geschichte der Profession. Darüber hinaus werden systematisch methodische Zugänge bei der Quellenerschließung thematisiert, etwa indem verschiedene Quellengattungen konstruktiv kombiniert werden oder demonstriert wird, wie Quellen für forschungsbasierte Editionen bzw. für die Arbeit im Rahmen der Lehre entschlüsselt und erläutert werden können.

346 Seiten
PDF Datei    23,85 € Bestellen
(Bestell Nr. 5383-1)
Gedruckt    29,80 € Bestellen
(Bestell Nr. 5383-2)
Jahrbuch für Historische Bildungsforschung
Jahrbuch für Historische Bildungsforschung
Klinkhardt Verlag

Sektion Historische Bildungsforschung der DGfE in Verbindung mit der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF)

Band 13
Das „Jahrbuch für Historische Bildungsforschung“ widmet sich in interdisziplinärer Orientierung der historischen Analyse von Bildung, Erziehung und Sozialisation, den alltäglichen und institutionellen Bedingungen des Aufwachsens, der Geschichte von Kindheit und Jugend und von Medien der Vergesellschaftung.

Bd. 13 (2007) befasst sich im Themenschwerpunkt mit der Geschichte der Universität, wobei der Fokus auf den Studierenden sowie den Lehr- und Lernformen liegt. Der Bogen spannt sich vom jüdischen Talmudstudium im späten Mittelalter über Lehren und Lernen an einer deutschen Universität des frühen 16. Jahrhunderts sowie den Wandel der Lehrorte und Lehr-/Lern- formen im Kaiserreich bis zur „Politik der Männlichkeit“ an deutschen und englischen Universitäten an der Wende zum 20. Jahrhundert.
Das Spektrum der Abhandlungen umfasst Beiträge zum pädagogischen Diskurs über Aufmerksamkeit seit etwa 1800 im Kontext von Schul- und Erziehungsfragen, zum Verhältnis von Erziehungswissenschaft und Religionspädagogik im frühen 20. Jahrhundert, zur Frühgeschichte der Vergleichenden Pädagogik in Deutschland im Umfeld der Reformpädagogik und zu den Beziehungen zwischen der Frauenorganisation im spanischen Franco-Regime und dem Bund Deutscher Mädel im Nationalsozialismus; zwei weitere Beiträge befassen sich mit der Familienerziehung und -sozialisation im 20. Jahrhundert: der eine bezogen auf die frühkindliche Erziehung und Sozialisation im Spannungsverhältnis zwischen normierender Ratgeber- literatur und elterlichem Verhalten, der andere bezogen auf Eltern-Kind-Beziehungen im Bürgertum der 1930er Jahre. Ein letzter Beitrag analysiert den volkspädagogischen Anspruch des Allensbacher Instituts für Demoskopie in der Nachkriegszeit.
In der Rubrik Quelle und Kommentar wird ein japanisches Gutachten zur Bildungspolitik Preußen-Deutschlands in dem von ihm annektierten Teil Polens vorgestellt. In Diskussion und Kritik werden aktuelle Internationalisierungsprozesse im Bildungsbereich mit der Durchsetzung nationalstaatlicher Bildungssysteme im 19. und 20. Jahrhundert kontrastiert. Die Rückblicke/Einblicke/Ausblicke befassen sich aus Anlass des 100. Geburtstags mit Astrid Lindgren und den in ihrem Werk vorgestellten Kindheitsmodellen sowie mit aktuellen Entwicklungen in der Historischen Bildungsforschung in Japan.

372 Seiten
Gedruckt    25,50 € Bestellen
(Bestell Nr. 6653-1)
Martin Bubers personale Pädagogik
Martin Bubers personale Pädagogik
von F.Bohnsack
Julius Klinkhardt Verlag

Martin Buber hat mit seinem dialogischen Ansatz und seinen Kategorien der Du- und Es-Beziehung zu Mitmensch und Welt einen Weg gewiesen, auch in der Schule differenziert zwischen person-gerechten und person-gefährdenden Strukturen, Beziehungen, Maßnahmen und Prozessen zu unterscheiden.

Angesichts der gegenwärtigen Schulpolitik der letztlich auch ökonomisch orientierten schul- und länderübergreifenden Leistungsvergleiche fragt die vorliegende Arbeit, welchen Beitrag Bubers Ansatz zur Korrektur eines pädagogischen Substanzverlusts der Schule zu liefern vermag.


Dazu sind die Du- und Es-Beziehungen sowie Bubers Konzepte von Erkenntnis, Ethik, Politik und Religiosität eng von den Texten aus und zitatenreich dargestellt, bevor in einem 2. Teil der eigentliche Schwerpunkt der Arbeit, Bubers Pädagogik und ihre Konsequenzen, entfaltet wird. Dabei werden, von den Bedürfnissen der Heranwachsenden und der heutigen Schule aus, auch Grenzen des Buberschen Ansatzes deutlich.

Insgesamt findet der Leser also nicht nur eine werkimmanente Interpretation, sondern die Entwicklung von Kriterien für die Beurteilung aktueller und, wie der Verfasser meint, problematischer schulpolitischer Tendenzen. In diesem kritischen Wechselbezug zwischen unserer Schulwirklichkeit und Bubers Position besteht das Besondere dieser Arbeit.

94 Seiten
PDF-Datei    9,80 € Bestellen
(Bestell Nr. 12149-1)
Gedruckt    12,00 € Bestellen
(Bestell Nr. 12149-2)
Die Philosophie der Bildung
Die Philosophie der Bildung
von G.M.Mead (dt.von E.Grell)
Julius Klinkhardt Verlag

Dieses Buch veröffentlicht erstmals die Vorlesungen, die George Herbert Mead an der Universität Chicago 1910/11 zur Philosophie der Erziehung hielt.


Diese Vorlesungen geben eine einzigartige Einsicht in Meads bislang eher unbekanntes pädagogisches Denken. Sie machen insbesondere anschaulich, wie Meads frühe psychologische Abhandlungen über den sozialen Charakter von Bedeutung sowie den sozialen Ursprung des reflexiven Bewusstseins im Zentrum seiner von ihm entwickelten sozialen Erziehungskonzeption stehen.

Die Einleitung des Buches gibt einen Überblick über Meads pädagogisches Denken und verortet dieses in dem breiteren sozialen, intellektuellen und historischen Kontext.

George Herbert Mead (1863–1931) ist berühmt für seine philosophischen und sozialpsychologischen Arbeiten und gilt als einer der Begründer des amerikanischen Pragmatismus. Die Zusammenarbeit mit John Dewey an der Universität Chicago und Meads soziales Engagement vor Ort haben seine Interessen an pädagogischen Fragen befördert und geprägt.
Herausgegeben und eingeleitet von Daniel Tröhler und Gert Biesta
Aus dem Englischen übersetzt von Ernst Grell.

204 Seiten
PDF-Datei    14,40 € Bestellen
(Bestell Nr. 12151-1)
Gedruckt    17,90 € Bestellen
(Bestell Nr. 12151-2)
Agnes Banholzer - Die Auffassung physikalischer Sachverhalte im Schulalter
Agnes Banholzer - Die Auffassung physikalischer Sachverhalte im Schulalter
Herausgegeben und eingeleitet von Bernd Feige und Hilde Köster
Verlag Julius Klinkhardt

Forschungen zur Didaktik des Sachunterrichts, Band 8

Mit Blick auf den 100. Geburtstag von Agnes Banholzer wird der seit langem vergriffene Text ihrer Dissertation aus den 1930er Jahren neu herausgegeben und ist damit einer interessierten Öffentlichkeit wieder leicht zugänglich.

Da Banholzer die erste deutschsprachige Forscherin war, die systematisch Schüleräußerungen zu physikalischen Phänomenen auch von Kindern im Grundschulalter untersuchte, ist ihre Arbeit vor allem für die Didaktik des Sachunterrichts als Pionierleistung von hoher Bedeutung.

In den einleitenden Kapiteln werden erstmals Banholzers Biographie dargestellt und eine rezeptionsgeschichtliche Einordnung ihrer Arbeit vorgenommen.


2008. 156 Seiten, kartoniert
PDF-Datei    12,80 € Bestellen
(Bestell Nr. 12317-1)
Gedruckt    16,00 € Bestellen
(Bestell Nr. 12317-2)