"Können wir evidente Erkenntnis erlangen, wenn unsere Sinne uns täuschen?" fragt Descartes. Letztlich nicht, antwortet Kant, denn alles Wissen wird vom Subjekt konstituiert. Weil wir uns im Akt der Wahrnehmung von dessen Bedingungen nicht befreien können, ist die Erscheinung immer Resultat der Interferenz zwischen Gegenstand und Betrachter. Deshalb, resümiert Kleist, werden wir niemals wissen, ob das, was wir Wahrheit nennen, wahrhaft Wahrheit ist, - oder nicht doch jemand unser Gehirn nachs an einen Computer angeschlossen hat, der uns Wirklichkeit schon lange nur simuliert, fügt Putnam hinzu.
Texte, Comics und Beispiele optischer Täuschungen laden ein, über die Grenzen unserer Erkenntnis und die Grundfrage aller Erkenntnistheorie gemeinsam nachzudenken.
Klasse: 11/12
Dauer: 12 Stunden
Bereich: Anthropologie / Erkenntnistheorie
Materialübersicht:
- Was kann ich wissen? - Im Schreibgespräch Kriterien entwickeln
- Was ist Wissen?
- Es ist, wie ich es sehe?! - Naiver Realismus und seine Kritik
- Falsche Wahrnehmung? - Optische Täuschungen
- Vorurteile beeinflussen unsere Wahrnehmung
- Bertrand Russell: Gibt es auf dieser Welt eine Erkenntnis ?
- Rationalismus - Descartes' methodischer Zweifel
- Rationalismus - Descartes: Ich denke, also bin ich
- Descartes' Enthymem
- Empirismus - John Locke:Vom Ursprung der Ideen
- Kant - Begriff und Anschauung
- Kants Unterscheidung von Erscheinung und Ding an sich
- Kleists Reaktion auf Kant
- Skeptizismus - auch heute noch ein Thema
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