Der Hinduismus ist mit fast einer Milliarde Anhängern die drittgrößte Weltreligion. Anders als die westlichen Glaubenssysteme kennt der Hinduismus jedoch keinen Religionsstifter, keine göttliche Weltschöpfung, kein Jenseits und keine Gottesebenbildlichkeit des Menschen. Die Konfrontation mit der ältesten religiösen Tradition Asiens stellt für Jugendliche deshalb sowohl eine intellektuelle als auch eine ethische Herausforderung dar. In diesem Beitrag lernen sie die Urform der Wiedergeburtslehre und ihr soziales Gegenbild, die Kastengesellschaft, kennen. Sie fragen nach dem Ausweg aus dem Kreislauf der Reinkarnation und werden mit dem idealistischen Welt- und Menschenbild der indischen Philosophie konfrontiert. Sie erörtern die Plausibilität des hinduistischen Heilswegs und die religiöse Bedeutung von Askese und Meditation.
Die vorliegende Reihe will aber nicht nur exotische Eindrücke vermitteln, sie ermöglicht zugleich modellhafte Einsichten in die Welt der Religionen. Die ausgewählten Materialien schlagen deshalb eine Brücke zur indischen Kultur, beinhalten aber auch Rückfragen an die westlichen Religionen.
Klasse: 8-10
Dauer: 9 Stunden
Bereich: Religion / Weltreligion
Materialübersicht:
- Einführung in den Hinduismus
- Moderne Jenseitsvorstellungen (Gibt es ein Leben nach dem Tod?)
- Reinkarnation und Erlösung
- Der Aufbau des indischen Kastenwesens
- Alle Menschen sind gleich? - Die ethische Problematik des Kastenwesens
- Der "Schleier der Maya" und das hinduistische Heilsziel
- Askese und Meditation - Wege zur Erlösung (Der indische Yogi und das Yoga)
- Lernerfolgskontrolle (Hinduismus-Memory)
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