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Georg Büchner - Leonce und Lena

Georg Büchner - Leonce und Lena

12,50 EUR

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43 Seiten, PDF-Datei

Sekundarstufe II

Deutsch


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Art.Nr.: NWL101292016
Verlag: Olzog Verlag


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Ausgearbeitete Materialien und Kopiervorlagen

Zeitgenössische Lyrik

In die vorliegende Unterrichtseinheit für den Deutschunterricht der Oberstufe sind Fragen der Entstehungsgeschichte, der Überlieferung und der Literaturkritik allenfalls ganz am Rande eingeflossen - der Annahme folgend, dass sie die Fachwissenschaftler eher interessieren dürften als unsere heutigen Schüler. Wenn sie dennoch ins Blickfeld geraten, sind Materialien dazu leicht zu finden (siehe Literaturverzeichnis, v.a. Dedner). Stattdessen orientiert sich die Einheit an der Tatsache, dass "Leonce und Lena" mit Sicherheit das Drama Büchners, wenn nicht des frühen 19. Jahrhunderts überhaupt ist, das am wirksamsten mit den Mitteln des Theaters, mit Maskerade, Spiel und Als-ob operiert - und das in einem durchaus modernen Verständnis.

Es ist nicht zu leugnen, dass das Stück bei der ersten Lektüre in den Klassen auf Irritation, nicht selten auf Widerstand und Ablehnung stößt. Diese Irritation kann aber als Chance begriffen werden. Der für die Schüler interessanteste Ansatz liegt dabei wohl in der Auseinandersetzung mit dem Menschenbild und der Frage nach dem Sinn der Existenz. Was ist Maskerade und Versteckspiel? Wo verbirgt sich der wahre Mensch hinter vorgespielten Identitäten? Wo lebe ich selbstbestimmt und wo werde ich von außen geführt und manipuliert? Das sind Fragen, die - in einem ganz anderen Bezugsrahmen - auch heutige Leser und Zuschauer beschäftigen. Einen zweiten Schwerpunkt setzt die Einheit auf die historisch-politischen, gesellschaftskritischen Implikationen des Stücks, einen dritten auf das Spiel mit den Mitteln der Sprache, in dem sich ebenfalls die seinen Zeitgenossen weit vorauseilende Modernität Büchners nachweisen (und nutzen) lässt.

Lernziele der Reihe:

  • Die Schüler lernen mit "Leonce und Lena" eine Komödie Georg Büchners kennen.
  • Über kreative Formen des Einstiegs werden sie zu Gesprächen über ihre primären Leseeindrücke angeregt und lernen daraus selbstständig Fragestellungen und Bearbeitungsaufträge zu entwickeln.
  • Über die Beschäftigung mit dem Menuett ermitteln sie Szenen aus "Leonce und Lena", in denen sich Büchner kritisch auf das absolutistische Hofzeremoniell bezieht, und erkennen in der parodistischen Hofkritik eine zentrale und zeittypische Intention des Stücks.
  • Sie erarbeiten und analysieren das Motiv der Puppen, Marionetten und "Maschinenmenschen" und erschließen die damit verbundene Kritik Büchners an der Fremdsteuerung und Entmündigung des Menschen in seiner Zeit.
  • Sie versuchen auf dieser Basis (und im Vergleich mit den bekannteren Dramen "Woyzeck" und "Dantons Tod") Aussagen zum Menschenbild und Gesellschaftsideal Büchners zu formulieren.
  • Sie üben sich in Methoden der gestaltenden Interpretation.
  • Sie lassen sich von den theaterwirksamen Komponenten des Stücks zu eigenen Schreib- und Gestaltungsversuchen anregen.
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